MATERIA PRIMA
1615 schreibt der indigene Chronist Felipe Guamán Poma de Ayala einen Brief an den spanischen König. Jens Schanze lässt dieses Zeugnis kolonialer Ausbeutung in die Gegenwart reichen: Heute sind es europäische und chinesische Konsortien, die im Salar de Uyuni, der größten Salzwüste Boliviens, Lithium abbauen wollen: das „weiße Gold" der Energiewende. Der Film begleitet Verhandlungen der staatlichen Firma YLB mit europäischen Firmenvertreter*innen, aber auch den Widerstand indigener Gemeinschaften, die um Wasser, Umwelt, Quinoa Anbau und die mythologische Bedeutung des Tunupa-Vulkans fürchten. Kameramann Börres Weiffenbach gelingen präzise, visuell beeindruckende Bilder globaler Machtstrukturen: nüchtern beobachtet, unbequem in ihrer Klarheit. Silvia Bauer
Bayern – Regensburg
18/09/2026 – 20:00 Uhr
Regina Filmtheater Regensburg
Programm:
Filmgespräch mit Börres Weiffenbach (Kameramann)
