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LETsDOK - bundesweite Dokumentarfilmtage

LETsDOK

Bundesweite Dokumentarfilmtage 2026

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LET´s DOK Rheinland-Pfalz

Let´s DOK“ ist das Motto der seit 2020 jährlich stattfindenden bundesweiten Dokumentarfilm-Aktionstage, und zum nunmehr vierten Mal ist auch Rheinland-Pfalz mit dabei. Diesmal mit einer besonderen Akzentsetzung: erstmals kooperiert „Let´s DOK mit dem Kultursommer-Programm des Landes. Grundidee der Veranstaltungsreihe, die alljährlich im Spätsommer stattfindet, ist es, an verschiedenen Orten das faszinierende, im regulären Kinobetrieb aber oft vernachlässigte Dokumentarfilm-Genre besonders herauszustellen und zu würdigen – etwa durch die Auswahl besonderer Filme oder durch Diskussionsveranstaltungen, zu denen -wenn möglich- auch die Regisseure oder andere Beteiligte der Film-Projekte anreisen um mit dem Publikum zu diskutieren.

So auch bei den diesjährigen Filmangeboten. Und am 24. September im Koblenzer Odeon-Apollo-Kino-Center sogar auf ganz besondere Weise, denn dort erfüllt sich für die heute beinahe 81-jährige Kamerafrau und Regisseurin Re Karen ein Kindheitstraum. In Koblenz geboren, hatte sie sich immer gewünscht, einen eigenen Film im dortigen Kino zu zeigen – und das tut sie nun, wenn erstmals in der Stadt ihr bereits 1987 entstandener Film über Fasia Jansen, eine Ikone der deutsch-schwarzen Bürgerrechtsbewegung über die Leinwand flimmert. „FASIA – von trutzigen Frauen und einer Troubadora“ heißt der 2024 noch einmal komplett überarbeitete Film, der in die politischen Kämpfe der bewegten achtziger Jahre zurückführt.

Mit dabei ist in Koblenz auch Produzent Gernot Steinweg, der dann am Montag, 28. September 2026 um 19 Uhr im Kino im Kulturzentrum Alter Stadtsaal von Speyer noch einen zweiten großen Auftritt im Rahmen von „Let´s DOK“ hat. Denn dort wird er zusammen mit seinem ehemaligen Kommilitonen Enzio Edschmid den Film „Wachsam Tag und Nacht“ präsentieren, in dem die beiden 1976 als Studenten der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) den Arbeitskampf um den Erhalt des VFW-Fokker-Werks Speyer dokumentiert haben. Gemeinsam mit Gewerkschaften, Betriebsräten, Kirchen, Bürgerinitiativen und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern setzen sich die Beschäftigten damals für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze ein – und sie hatten Erfolg. Ihre Aktionen legten damals den Grundstein dafür, dass der Flugzeugbau in Speyer bis heute Bestand hat – und sie können all denen, die heute an anderen Industriestandorten mit der Ankündigung von Betriebsschließungen konfrontiert sind, zeigen, was Solidarität, Zusammenhalt und gesellschaftliches Engagement bewirken können. Träger der Veranstaltung ist die Filmklappe Speyer In Kooperation mit dem örtlichen DGB, Beginn ist -bei freiem Eintritt- um 19 Uhr.

Auf einen Regisseur-Besuch freut sich im Rahmen der vom Kultursommer unterstützten von Lets DOK-Kampagne auch das Pro-Winzkino in Simmern: dort stellt am Dienstag, 29. September der Berliner Regisseur Lutz Pehnert seinen brandaktuellen Film „Scherbenland“ vor, der die Geschichte der Kultband „Ton, Steine, Scherben“ zu Beginn der 70er Jahre erzählt. „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, „Alles verändert sich“, „Und mein Name ist Mensch“ – diese Lieder begleiten die großen Protestbewegungen ihrer Zeit, die in den Hausbesetzungen ihre radikale Lebensform findet. Geblieben ist der Mythos. Oder mehr? Was lebt vom Geist der „Scherben“ weiter? Wie vergangen sind die Utopien der Vergangenheit? Wie revolutionär kann Musik heute noch sein? Mit diesen Fragen schlägt „Scherbenland“ den Bogen hinüber in die heutige Zeit. Beginn um 19.30 Uhr im Pro-Winzkino, Marktstraße 39, 55469 Simmern – eine zweite Vorstellung ist am 6. Oktober.

Das zwanziger-Jahre Motto des diesjährigen Kultursommers trifft das Dokumentarfilmangebot des Cine Mayence, das zugleich die kleine Veranstaltungsreihe abschließt: „Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus“ heißt der 2018 fertiggestellte Film von Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch, der die aufregende Geschichte des Bauhaus als die Formulierung, das Scheitern und die Erneuerung einer gesellschaftlichen Utopie beschreibt. Aber er erzählt auch von sozialen, planerischen und künstlerischen Projekten in der Gegenwart und stellt sie in den Kontext der Bauhaus-Geschichte und wirft damit auch für unsere Zeit die aktuelle Frage auf: wie wollen wir leben, und wohin wollen wir gehen? – „Ein faszinierender Film“, schrieb die Berliner Zeitung.

Der Film ist am 1., 2. und am 3. Oktober jeweils um 20 Uhr im Mainzer Institut Francais in der Schillerstraße zu sehen.

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